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Mythen der Sporternährung

März 31, 2015
Mythen der Sporternährung

Fakt oder einfach nur Falsch? - Welche Ernährungstipps dich wirklich weiterbringen

Die richtige Ernährung gehört zum Sport einfach dazu. Daran gibt es nichts zu rütteln. Doch wie die richtige Ernährung jetzt genau aussieht und welche Regeln man für seinen Trainingsplan befolgen sollte, ist nicht ganz so eindeutig. Wir haben mit unseren Freunden von SDA, einer Organisation australischer Sporternährungswissenschaftler, geplaudert und sind dabei über vier bekannte Faustregeln der Sporternährung gestolpert, die nicht alle das halten, was sie versprechen. Also haben wir uns mal kurz als Mythbuster betätigt und zeigen euch zusammen mit den Experten von SDA, an welche Grundregeln der Sportnahrung man sich definitiv halten sollte, und welche einfach nur völliger Humbug sind. So viel vorweg: Ihr werdet überrascht sein!

Kohlenhydrate machen dick - Falsch!

Kohlenhydrate haben dieselbe Energiemenge (16 kJ pro Gramm) wie Proteine, weniger als die Hälfte der Energiemenge von Fett (37 kJ pro Gramm) und etwas mehr als die Hälfte von Alkohol (29 kJ pro Gramm). Entscheidend ist dabei die komplette Energiezufuhr (Kilojoule/Kalorie) bezogen auf deinen Energieverbrauch. Wenn du mehr Energie aufnimmst als du verbrauchen kannst, wirst du logischerweise an Gewicht zulegen, meist in Form von Körperfett. Das wichtigste ist also auf die Kalorienzunahme zu achten, vor allem während des Radfahrens und in der kurzen Kaffeepause.

Proteine bieten allerdings im Vergleich zu Kohlenhydraten eine höhere Sättigung und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil deines Ernährungsplans für die nächste Tour.

Fange an Rotwein zu trinken - es ist gut für deine Gesundheit - Falsch!

Das Trinken von Rotwein in moderaten Mengen hilft definitiv bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten, keine Frage. Jedoch finden sich bei näherer Betrachtung auch einige negative Effekte, die mit dem Alkoholkonsum einhergehen. Der offensichtlichste ist natürlich die Gefahr eines Unfalls aufgrund von Trunkenheit, egal ob auf dem Fahrrad oder im Haushalt. Weitere Gründe sind das erhöhte Risiko einer Krebs- oder Lebererkrankung und vor allem der Überschuss an gespeicherter Energie der sich oftmals auf die Hüfte legt und so dann wieder die Gefahr einer Herzkrankheit erhöht.

Auch wenn es also nicht schlimm ist, am Tag vor der Fahrradtour ein Glas Rotwein zu trinken, ist es nicht ratsam, aus gesundheitlichen Gründen mit dem Rotweintrinken anzufangen. Die gesunden Antioxidantien des Weins können auch in vielen anderen Früchten gefunden werden, mit dem gleichen positiven Effekt auf deinen Körper. Versuche es doch mal mit Weintrauben oder Rosinen!

Das Trinken von Tee verbessert deine Aufmerksamkeit - Fakt!

Dass ein Tee gut ist für deine Gesundheit (oder ihr nicht schadet), dürfte allen bekannt sein. Die enthaltenen Antioxidantien sind aber nicht das einzige, was Tee zu einer gesundheitlichen Allzweckwaffe machen, vor allem für Radfahrer. Denn Tee enthält auch die Aminosäure L-Theanine, die dein Aufmerksamkeitsvermögen im Gehirn steigert - und diese Aminosäure findet man ausschließlich in Teepflanzen. Bereits drei bis vier Tassen Tee am Tag können deine Wachheit und dein Reaktionsvermögen spürbar verbessern, also nimm deinen Tee-Pot mit zum nächsten Rennen. Du wirst den Unterschied merken!

Koffein macht süchtig und wirkt dehydrierend - Falsch!

Während man nicht abstreiten kann, dass Koffein durchaus sehr harntreibend ist, muss man nicht befürchten, dass man deswegen gleich dehydriert. Der Körper nimmt bei einem normalen koffeinhaltigen Getränk trotzdem mehr Flüssigkeit auf, als er dann verliert. Natürlich sollte man seine Flüssigkeitsaufnahme am Tag nicht auf koffeinhaltige Getränke beschränken. Isotonische Drinks und Getränke mit hohem Elektrolyt-Anteil sind am effektivsten zum Rehydrieren des Körpers.

Koffein wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem und bewirkt einen aufputschenden Effekt. Experten sind aber der Ansicht, dass hinter einem häufigen Verzehr von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee eher eine normale Gewohnheit anstatt einer ausgeprägten physischen Sucht steckt. Wer mal einen Tag auf Kaffee verzichtet und dann an Kopfweh oder erhöhter Reizbarkeit leidet, muss also nicht befürchten, süchtig geworden zu sein. Einfach während der Radtour wieder einen Tee oder Kaffee genießen ist also kein Problem.


Vielen Dank an SDA und an Simone Austin BSc MND, akkreditierte Ernährungswissenschaftlerin für Sport und aktuelle Beraterin verschiedener professioneller Fußballteams in Australien sowie Personal Trainer für Amateure und Profis.

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